Eglisau

Das Rheinbrückenstädtchen, das einen bereits im Altertum benützten Übergang beherrscht, datiert mit seinen ältesten Teilen (linksrheinischer befestigter Brückenkopf Seglingen) vermutlich ins 11. Jh.

Die eigentliche (rechtsrheinische) Stadtanlage dürfte im frühen 13. Jh. entstanden sein und war Besitz des hier ansässigen Geschlechts der Herren von Tengen. 1496 kommt das Städtchen durch Verkaufen Zürich und dient dem Stand bis zum Untergang der Alten Eidgenossenschaft aus Landvogteisitz.

Der Bau des Kraftwerks Rheinfelden (1916) hebt den Wasserspiegel des Rheins bis direkt an die flussseitige Häuserfront an und erfordert eine Verlagerung des Brückenübergangs von der Kirche im Osten an den Rand des Städtchens im Westen. Das im Wesentlichen aus zwei langgezogenen Gassen (Untergasse und Obergasse) bestehende Städtchen enthalt zahlreiche Fassadenelemente in got., Renaissance- und Barockstil. Ref. Pfarrkirche. Der heute erhaltene Barockbau von 1716-17 schliesst an den got. Chor der Vorgängerkirche (um 1350) an. Die Innengestaltung (dreischiffige Halle, Seitenemporen auf Holzpfeilern) hat die Kirche St. Peter in Zürich zum Vorbild. Der Chor enthält spätgot. Fresken (um 1490, vermutlich von Hans Fischer und Hans Ott).

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