Trogen (d)

80px Trogen ARHauptort des Halbkantons Appenzell Ausserrhoden seit der Landesteilung von 1597. Abwechselnd mit Hundwil Tagungsort der Landsgemeinde. Der Dorfplatz ist von repräsentativen Steinbauten umrahmt, dazwischen einzelne Holzgiebelhäuser, die umliegenden Strassenzüge mit schlichteren Holzbauten. Die Handels- und Bautätigkeit vom 17. bis 19. Jh. wurde von der Familiendynastie der Zellweger geprägt. Die réf. Kirche von 1779-82 am nordöstl. Rand des Dorfplatzes ist das Werk von Hans Ulrich Grubenmami und steht am Übergang vom Spätbarock zum Klassizismus. Längsrechteckiger Bau mit eingezogenem Polygonalchor, Hauptfassade mit vorgeblendeter dreigeschossiger Säulenarchitektur und geschweiftem Giebel.

Innern ist an der West- und Nordwand eine Empore durchgezogen. Stuckmarmorkanzel und Rokokostukkaturen von Andreas Mosbrugger, 1781. Deckengemälde vermutl. Von Joseph Müller. Das Pfarr- und Gemeindehaus an der Südecke des Platzes wurde 1760-63 von Johannes oder Hans Ulrich Grubenmann für Zellweger errichtet. Im Innern Rokokostukkaturen von Andreas oder Anton Mosbrugger und Steckborner Turmöfen urn 1762. Das Rathaus rechts der Kirche ist ein kubischer, klassizist. Bau, 1803-05 von Konrad Langenegger erstellt. Im Festsaal Porträtgalerie der Landammänner. Zeughaus an der alten Landstrasse von Joh.Hohener, 1824. Ehem. Zellwegerscher Doppelpalast (Nrn. 5 u. 6) am Dorfplatz neben der Kirche. Rechte Hälfte, 1747, vermutl. von Johannes Grubenmann, im Innern Régencestukkaturen um 1747, wohl von einem Wessobrunner Meister. Linke Hälfte, 1787-89, von Hans Jörg Altherr, mit Rokokostukkaturen einer Mosbrugger Equipe. Gasthaus zur Krone (Nr. 3), erbaut um 1727 mit Rokokobemalung von 1767. Das heutige Mädchenkonvikt (Nr. 43) im Westen des Platzes wurde um 1650 errichtet und ist somit das älteste Gebäude am Dorfplatz. Der Zellwegersche Fünfeckpalast (Nr. 7) wurde 1802-09 von Konrad Langenegger errichtet und setzt sich aus fünf ungleich langen Trakten zusammen, die um einen Innenhof angeordnet sind. Im Innern Deckenstukkaturen von Jos. Simon Mosbrugger und klassizist. Turmöfen. Der Sonnenhof (heute Café Ruckstuhl) im Süden des Dorfplatzes ist vermutl. das Werk von Johannes Grubenmann, 1761. Der Honnerlagsche Doppelpalast (Nrn. 116/U7) in der Nideren von 1763 wird ebenfalls Joh. Grubenmann zugeschrieben. Das Türmlihaus am Schopfacker (Nr. 74) wurde 1788 als herrschaftliches Fabrikantenhaus errichtet. Sudl. von Trogen das 1946 für Kriegswaisen verschiedener Nationen gegründete Pestalozzidorf.

SEHENSWERT

WISSBEGIERT/KURIOSITÄT

 

INFO

www.trogen.ch 

 

RESTAURANT UND HOTEL

Logo Beschreibung

AUSWERTUNG DES DORF

 Kultur:

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 Landschaft:

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 Gastronomie:

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