Breil-Brigels

Das Dorf liegt auf einer Terrasse mit Blick auf die Region Survelva. Dank dem Kistenpass gab es in der Vergangenheit wichtige Handelsbeziehungen mit dem Kanton Glarus.
Der Name Brigels ist keltischen Ursprungs und bedeutet 'kleiner Turm'. Der Name verweist auf die über dem Dorf gelegene Anhöhe Crest s. Sievi. Dort befinden sich Überreste einer kleinen Festung und die Kapelle des hl. Eusebius (s. Sievi) aus dem Frühmittelalter. Der Name Bregl oder Breil könnte auf 'brogilos' (Gebüsch, Unterholz) zurückgehen.

Seit jeher gehörte Breil/Brigels zusammen mit den Fraktionen Dardin und Danis-Tavanasa zum Kloster Disentis und zum Kreis der Cadi (Disentis). Im Osten des Dorfes auf dem Crest da Marmarola befindet sich eine Ruine. Es handelt sich wohl um die im Jahr 1496 abgebrannte Meierei des Klosters. Die der Himmelfahrt Mariä gewidmete Pfarrkirche stammt aus dem Frühmittelalter und wird 1185 als Besitz des Klosters Disentis urkundlich erwähnt. Bis 1650 war sie die einzige Pfarrkirche für das gesamte Gebiet von Breil/Brigels und für Schlans.

1536 liessen sich neue Siedler, die sogenannten Libers da Laax (die Freien von Laax), ins Hochgericht der Cadi integrieren. Zwischen 1550 und 1631 forderten drei Pestwellen nicht weniger als 626 Opfer in den Fraktionen der Kirchgemeinde Breil/Brigels. Die Eröffnung der fahrbaren Strasse von Waltensburg/Vuorz nach Breil/Brigels im Jahr 1870 verlieh dem Sommertourismus Schwung, welcher in den 1850er Jahren seine Anfänge genommen hatte. Obwohl die Fraktionen Breil/Brigels, Dardin und Danis-Tavanasa von alters her eine enge Zusammenarbeit und gute Beziehungen gepflegt hatten, dauerte es viele Jahre, um einer gemeinsamen Gemeindeverfassung zuzustimmen. Bis 1909 wurden die Gemeindegeschäfte gemäss altem Recht und alten Vorschriften geregelt. Nach dem 2. Weltkrieg errichtete die Schweizer Armee in Breil/Brigels einen Schiessplatz für Fliegerabwehrtruppen. Nach den 1950er Jahren entwickelte sich die Gemeinde zu einem wichtigen Standort der Stromwirtschaft mit Stausee und Zentralen.

1911 wurden das Waldgebiet Uaul dil Scatlè und 1999 die Val Frisal unter Naturschutz gestellt. Dank der Erschliessung des Skigebiets und des aufkommenden Wintertourismus war Breil/Brigels nie von einem Bevölkerungsrückgang betroffen.

Nicht verpassen

Kirche Santa Maria

Chaplutta San Sielvi

Naturschutzgebiet Scatlè

Lag da Breil

Val Frisal

Besonderheiten

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Einwohner: 730
Höhe: 1280 m ü.M.
Kanton: Graubünden
Kultur
Landschaft
Gastronomie